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Unsere Geschichte

Geschichte der Christuskirche Bockau

Seit 1872 fanden in Bockau auf Initiative von Adolf Weigel die ersten methodistischen Zusammenkünfte statt. Anfangs handelte es sich dabei um einen Aufbruch innerhalb der Evangelischen Landeskirche. Man traf sich in Privatwohnungen, um gemeinsam in der Bibel zu lesen, zu beten, zu singen und miteinander Erfahrungen und Sorgen zu teilen und im Gebet vor Gott zu bringen. Wie z. B. bei Georg Gläser, Schneeberger Straße 9 oder im Haus von Oskar Bauer, dem jetzigen Haus der Magister Georg Körner Gesellschaft e.V. (Auer Weg 13).

Außenstehenden waren diese Versammlungen zunächst suspekt und ärgerlich. Es gab mancherlei Anfeindungen bis hin zu handgreiflichen Übergriffen. Dennoch wuchs die kleine Gruppe beständig – innerlich an Glaubensgewissheit, äußerlich an Zahl. 1884 wurde im Wohnhaus von Friedrich Hofmann ein größerer Versammlungsraum eingerichtet und 1892 ein neuer Predigtsaal für die nun mehr selbständige methodistische Gemeinde eingeweiht. 

Bald wurde auch hier der Platz zu klein. So finanzierte der Bauunternehmer Friedrich Hofmann 1902 aus eigenen Mitteln eine neue Kapelle in der Schwarzenberger Straße 3, die der Gemeinde 26 Jahre lang als Ort für Lob und Anbetung, Gottesdienst und Unterricht, Bibelstunden und Chorübungen diente.
1928 wurde schließlich die heute, weitaus größere Kirche in der Feldstraße 2 erbaut, die Christus-Kirche, mit angrenzendem Wohnhaus für die Familien von Gemeindepastor und Hausmann.

Pastorenfamilien in Bockau

1928 – 1934: Willy Ostermeyer
1934 – 1939: Arthur Voigt
1939 – 1942: Arthur Voigt (Zwickau)
1942 – 1954: Alfred Uhlmann
1954 – 1960: Ewald Böttger
1960 – 1972: Siegfried Weigel
1972 – 1986: Konrad Jordan
1986 – 1997: Harry Windisch
1997 – 2006: Friedemann Hauff
2006 – 2014: Mitja Fritsch
2015 – 2024: Stephanie Hallmann
2018 – 2024: Carsten Hallmann
ab 2019: Heidrun Hertig

Geschichte der Zionskirche Albernau

1888 schlossen sich der Albernauer Louis Heinz und seine Ehefrau der Zschorlauer Methodistengemeinde an. Schon bald kamen weitere Albernauer hinzu.

Unter der Leitung des Predigers Heinrich Burkhardt aus Schneeberg trafen sie sich zu regelmäßigen Versammlungen. Anfangs fanden diese in Wohnungen statt.

Ein eigener Raum für die Gemeinde

1908 fand die Gemeinde in der alten Klöppelschule in der Bockauer Str. 14 einen eigenen Gottesdienstraum. Bald wurde dieser jedoch zu klein.

Die Versammlungen mussten daraufhin in den damaligen Gasthof Bockauer Str. 6 verlegt werden.

Musik, Gemeinschaft und ein mutiger Verkauf

Die Gottesdienste mit Predigten und Glaubenszeugnissen wurden im Laufe der Zeit durch mehrere Chöre bereichert: einen gemischten Chor, einen Männerchor, einen Bläserchor und einen Mandolinenchor.

Davon war Gastwirt Glänzel so beeindruckt, dass er das Gebäude an die Methodistengemeinde verkaufte – gegen den starken Widerstand des Ortsrates.

Von der Zionskirche bis in die Gegenwart

1921 wurde die heutige Evangelisch-methodistische Zionskirche mit einem feierlichen Gottesdienst eingeweiht.

1928 schlossen sich die Gemeinde Albernau und die Bockauer Gemeinde zu einem gemeinsamen Gemeindebezirk zusammen. Nach dem Zweiten Weltkrieg wuchs die Gemeinde zeitweise sprunghaft, sodass 1946 durch den Einbau einer Empore die Raumnot beseitigt werden musste.

1949 wurde die erste Orgel eingeweiht. 1981 ersetzte man sie durch eine neue, größere Orgel.

In geschwisterlicher Verbundenheit mit den anderen christlichen Kirchen glauben wir an die Liebe Gottes, die er uns in Jesus Christus offenbart. Aus dieser Quelle wollen wir in Gottesdienst und Alltag schöpfen und leben.

Pastorenfamilien der Zionskirche

1908 – 1915: Johannes Schmidt (Gründungspastor)
1915 – 1923: Heinrich Müller
1923 – 1928: Theodor Richter

Hinweis: Im Jahr 1928 schlossen sich die Gemeinden Bockau und Albernau zu einem gemeinsamen Pfarrbezirk zusammen. Die pastoralen Aufgaben werden seitdem übergreifend wahrgenommen (siehe Historie Bockau).

Unsere Gottesdienste und Veranstaltungen sind keine „geschlossenen Gesellschaften“, sondern offen für alle: Glaubende, Interessierte und Gäste.
Jeder ist herzlich willkommen!